Die Sobothstraße ist der Übergang am Südende der Koralpe. Sie verbindet Lavamünd in Kärnten mit Eibiswald in der Steiermark, die Passhöhe liegt auf 1.347 Metern. Von unserer Talseite aus ist die Auffahrt kurz und steil, von der steirischen Seite lang und gleichmäßig. Dieser Beitrag stellt die drei dokumentierten Rampen nebeneinander, damit Du vor der Anfahrt weißt, welche davon zu Deiner Übersetzung passt.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Lavamünd
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
11,9km
(Westauffahrt)
Höhenmeter
1.014hm
Startpunkt
Lavamünd
46,64158 N, 14,94205 O
Untergrund
asphaltierte Passstraße
Passendes Rad
Gut zu wissen
Passhöhe 1.347 m, Übergang nach Eibiswald in der Steiermark
Die Westauffahrt ab Lavamünd
Die Rampe aus dem Lavanttal ist 11,9 Kilometer lang und legt dabei 1.014 Höhenmeter zurück. Daraus ergibt sich eine Durchschnittssteigung von 8,5 Prozent, die steilsten Abschnitte liegen bei rund 10,2 Prozent. Der Durchschnitt ist hier die eigentliche Ansage. Über fast zwölf Kilometer liegt der Schnitt bei 8,5 Prozent, umgerechnet rund 85 Höhenmeter je Kilometer. Zum Ausrollen bleibt bei diesem Wert wenig Gelegenheit. Wer diese Seite zum ersten Mal fährt, teilt sich die Kraft besser von unten weg ein als erst ab der Hälfte. Die Fahrzeit sagt über diese Auffahrt weniger aus als der eigene Tritt in den ersten drei Kilometern.
Die Ostauffahrt ab Aibl
Von der steirischen Seite sieht dieselbe Passhöhe anders aus. Ab Aibl sind es 25,4 Kilometer und 1.113 Höhenmeter. Das ist mehr als die doppelte Distanz der Westrampe bei rund 100 Höhenmetern mehr. Die Durchschnittssteigung liegt bei 4,4 Prozent, das Maximum bei rund 6,7 Prozent. Das sind rund 44 Höhenmeter je Kilometer, also gut die Hälfte der Westrampe. Diese Seite ist die Wahl, wenn Du gleichmäßig treten und im Sattel bleiben willst. Sie verlangt Ausdauer statt Druck aufs Pedal. Für eine erste Begegnung mit dem Pass ist sie die freundlichere Variante, auch wenn sie länger dauert.
Die Soboth ist dreimal derselbe Berg und dreimal eine andere Auffahrt.
Die steilste der drei: ab Krottendorf
Die Nordwestalternative ab Krottendorf ist mit 9,5 Kilometern die kürzeste und mit 10,4 Prozent Durchschnittssteigung die steilste der dokumentierten Auffahrten. 985 Höhenmeter, das Maximum liegt bei rund 11,5 Prozent. Das sind rund 104 Höhenmeter je Kilometer, und damit die dichteste Höhenpackung der drei Varianten. Wer sie fährt, sollte die Übersetzung vorher ehrlich durchrechnen. Auf einer Rampe, die im Mittel zweistellig steigt, entscheidet der kleinste Gang darüber, ob Du fährst oder schiebst. Ein Zahnkranz, der am Hausberg reicht, muss hier nicht mehr reichen.
Übersetzung, Bremsen, Radwahl
Alle drei Auffahrten führen über eine asphaltierte Passstraße. Das Rad muss also nicht geländetauglich sein, sondern kurz übersetzt. Für die West- und die Krottendorf-Rampe reden wir an der Theke meist über eine Kompaktkurbel und eine große Kassette, bei einem E-Rennrad eher über Reichweite und Unterstützungsstufe. Zweiter Punkt: Was Du hinauffährst, fährst Du auch wieder hinunter. 1.014 Höhenmeter Abfahrt am Stück sind eine Belastung für Beläge und Bremsflüssigkeit, und sie sind der Grund, warum wir vor solchen Touren gern einen Blick auf die Bremsanlage werfen. Beides, Übersetzung und Bremsen, lässt sich im Vorfeld klären. Am Berg nicht mehr.
Bevor Du hinauffährst
Lavamünd liegt in unserem direkten Umfeld, die Soboth ist damit eines der wenigen Ziele dieser Größenordnung, die Du ohne Autoanfahrt erreichst. Plane trotzdem wie für eine Bergtour: genug zu trinken, eine Windjacke für oben, Werkzeug und Schlauch. Über Wetter, Verkehr und den aktuellen Zustand der Straße sagen die Zahlen oben nichts aus, deshalb lohnt vor der Fahrt ein kurzer Blick auf die aktuellen Meldungen. Wenn Du Dir bei der Übersetzung unsicher bist, bring Dein Rad vorbei. Wir schauen uns an, was montiert ist, und sagen Dir, ob es für 8,5 Prozent über zwölf Kilometer passt. Du findest uns im Grenzweg 11 in St. Stefan im Lavanttal, telefonisch unter +43 664 243 28 18.










