Die Schwoag-Wirtbartl-Runde verbindet Eibiswald mit den Almen über St. Oswald. 48,3 Kilometer, 1.144 Höhenmeter, eingestuft als mittelschwer. Sie ist aus zwei Gründen interessant: wegen der Strecke selbst und wegen ihrer Entstehung. Der Radclub Eibiswald hat sie nach monatelangen Verhandlungen mit den Grundeigentümern am 4. Juni 2018 offiziell eröffnet.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Kirche in Eibiswald (382 m)
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
48,3km
Dauerca.
4Stunden
Höhenmeter
1.144hm
Startpunkt
Kirche in Eibiswald (382 m)
46,68626 N, 15,24516 O
Untergrund
teils naturbelassene Waldpfade mit Wurzeln, Steinen und ausgewaschenen Abschnitten
Passendes Rad
Einkehr
Wirtbartl-Almhütte
Schwierigkeit
mittelschwer
Gut zu wissen
Optionaler Singletrail-Abstieg ins Wiel
Der Streckenverlauf
Los geht es bei der Kirche in Eibiswald auf 382 Metern. Die Runde führt zunächst westlich über den Hadernigg zur Mauthnereck. Danach geht es nördlich in den Hochwald unter dem Schwoag und weiter zur Wirtbartl-Alm. Von dort wendet sich die Strecke nach Osten zum Jägerwirt. Wer will, nimmt ab hier den Singletrail-Abstieg ins Wiel – der ist optional, Du kannst also auch ohne ihn fahren. Zurück geht es über St. Oswald ob Eibiswald und den Buchenberg. Unterwegs liegen der Wasserfall in Hadernigg und die Aussichtspunkte beim Jägerwirt. Der Zustand der einzelnen Abschnitte ändert sich mit jedem Gewitter und mit jeder Holzarbeit im Wald. Nimm Dir vor der Ausfahrt einen aktuellen Track mit und verlass Dich nicht auf eine Beschreibung, die ein Jahr alt sein kann.
Wie diese Strecke legal wurde
In Österreich ist ein Forstweg nicht automatisch ein Radweg. Wer dort fährt, braucht die Zustimmung der Grundeigentümer. Genau daran scheitern viele schöne Linien. Beim Schwoag-Wirtbartl hat der Radclub Eibiswald diese Zustimmung erarbeitet und die Tour am 4. Juni 2018 offiziell eröffnet. Angekündigt wurde sie damals als 47-Kilometer-Tour, das heutige Tourenportal nennt 48,3 Kilometer. Wichtiger als die 1,3 Kilometer Unterschied ist ohnehin der Punkt dahinter: Diese Strecke ist freigegeben, weil sich jemand die Mühe gemacht hat. Wer sich an die Wegführung hält, sorgt dafür, dass das so bleibt.
Welches Rad dazu passt
Empfohlen wird ein Mountainbike, und der Grund steht in der Streckenbeschreibung: naturbelassene Waldpfade mit Wurzeln, Steinen und teils ausgewaschenen Abschnitten. Das ist kein Gelände für schmale Reifen und starre Gabel. E-Bike-tauglich ist die Runde ebenfalls. Bei 1.144 Höhenmetern und rund vier Stunden ist ein E-Mountainbike eine ehrliche Option, wenn Du die Tour ohne Leidensdruck fahren willst. Worauf wir bei so einer Strecke schauen: Reifenbreite und Profil für losen, ausgewaschenen Untergrund, Bremsen mit Reserve für die Abfahrten, und eine Übersetzung, die auch am Ende des Tages noch reicht. Mountainbikes und E-Mountainbikes führen wir unter anderem von Trek, Cube, Ghost und Centurion – welches Modell passt, hängt weniger am Preis als am Einsatzprofil.
Legale Strecken entstehen nicht von selbst – sie bleiben offen, solange sich alle an die Wegführung halten.
Einkehr und Ausrüstung
Als Einkehr ist die Wirtbartl-Almhütte ausgewiesen. Öffnungs- und Saisonzeiten ändern sich bei Almhütten kurzfristig. Frag vorher nach, wenn Du die Pause fest einplanst. Zur Ausrüstung: Ein Helm ist auf naturbelassenen Waldpfaden mit Wurzeln und Steinen keine Frage der Stimmung. Wenn Du den Singletrail-Abstieg ins Wiel mitnimmst, sind Handschuhe und ein Rad in einwandfreiem Zustand die Mindestausstattung. Wer auf Trails noch wenig Übung hat, lässt diesen Abschnitt aus und fährt den regulären Weg. Das ist keine Schwäche, sondern der Unterschied zwischen einer guten Tour und einer langen Heimfahrt mit kaputtem Schaltauge.
Bevor Du hinfährst
Von St. Stefan aus liegt Eibiswald hinter der Koralpe. Plane den Tag großzügig: rund vier Stunden reine Fahrzeit plus Pausen, und auf 48 Kilometern mit 1.144 Höhenmetern verschiebt sich so ein Plan schnell. Vor der ersten längeren Tour der Saison lohnt ein Werkstattcheck – Bremsen, Reifen, Kette und Schaltung. Das machen wir in St. Stefan, und es dauert weniger lang, als eine Panne am Berg kostet. Wenn Du unsicher bist, ob Dein Rad für ausgewaschene Waldpfade taugt, bring es mit. Wir sehen uns an, was es kann, statt Dir pauschal etwas Neues zu empfehlen.









