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Bike-News

Diese Radwegprojekte laufen 2026 in Wolfsberg und Völkermarkt

von Das Rad Oberländer4 min Lesezeit

Das Land Kärnten hat im Februar sein Straßenbauprogramm für heuer vorgelegt, die Projekte für die Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt folgten im März. Darin stehen auch Projekte, die Dich als Radfahrer im Lavanttal und im Bezirk Völkermarkt direkt betreffen. Wir haben herausgesucht, was davon Radweg ist und wo Du mit Umleitungen rechnen musst.

Über fünf Millionen Euro fließen in die zwei Bezirke

Das Kärntner Straßenbauprogramm 2026 hat einen Umfang von rund 46 Millionen Euro. Damit werden etwa 220 Bau- und Planungsprojekte in 70 Gemeinden finanziert. Auf die Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt entfallen davon über fünf Millionen Euro, verteilt auf mehr als 30 Projekte. Das Land hat diese Zahlen am 11. März 2026 veröffentlicht.

Der größere Teil davon ist klassischer Straßen- und Brückenbau. Vier Posten betreffen das Radwegnetz direkt, und bei einem Teil davon läuft erst die Planung.

Am Drauradweg R1 wird ein Abschnitt saniert

Der Drauradweg R1 ist die Hauptachse für längere Touren in Kärnten. Er folgt der Drau und ist deshalb das, was viele von uns fahren, wenn es einmal weiter gehen soll als die Feierabendrunde. Für Instandhaltung und Sanierung zwischen Kleindorf II und Seidendorf sind heuer 250.000 Euro vorgesehen.

Die Sanierung des R1 soll darüber hinaus gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden fortgesetzt werden. Das Land behandelt sie also als laufende Aufgabe, nicht als ein einmaliges Projekt. Wie lange ein einzelner Abschnitt dabei gesperrt ist, steht im Bauprogramm nicht – das entscheidet sich vor Ort und je nach Wetter.

Aus alten Bahntrassen sollen Radwege werden

Mehrere Vorhaben nutzen vorhandene Bausubstanz, statt neu ins Gelände zu bauen. Die Eisenbahnbrücke Tainach-Stein wird zur Radwegbrücke umgebaut. Die Planung dafür läuft, gebaut werden soll spätestens 2027. Dazu kommt der Planungsstart für den Umbau der ehemaligen Bahntunnel Johannesberg und Langenberg zu Radwegtunneln.

Alte Bahntrassen sind als Radweg aus einem einfachen Grund gut geeignet. Eisenbahnen vertragen keine steilen Rampen, deshalb verlaufen ihre Strecken flach und gleichmäßig. Wer mit Kindern unterwegs ist oder ohne Motor fährt, merkt diesen Unterschied nach wenigen hundert Metern. Und ein Tunnel, den es schon gibt, ist ein Abschnitt, der weder Steigung noch Verkehr hat.

Wann diese Projekte befahrbar sind, ist offen. Für die Brücke nennt das Land einen Baustart, für die Tunnel bisher nur einen Planungsstart.

Bei Schwabegg wird die Querung über die B81 verlegt

Am R1 bei Schwabegg wird die Stelle verlegt, an der der Radweg die B81 quert. Begründet wird das mit der Verkehrssicherheit. Wenn Du die Strecke gewohnt bist, wird sie dort künftig anders verlaufen als bisher. Das ist die Art von Änderung, die man am besten einmal bewusst abfährt, bevor man sie im Dunkeln zum ersten Mal erwischt.

Über die Bezirksgrenze hinaus wird außerdem der R9 durch die Lieserschlucht im Bezirk Spittal ausgebaut. Für eine Tagestour von hier aus ist das weit weg. Für eine Mehrtagesfahrt quer durch Kärnten ist es durchaus eine Notiz wert.

Was Du vor der nächsten längeren Tour tun kannst

Ein Bauprogramm ist eine Absichtserklärung mit einem Budget dahinter. Es sagt, was gebaut wird, und ungefähr wann. Es sagt nicht, welcher Kilometer an einem bestimmten Tag offen ist.

Ein Bauprogramm sagt Dir, was gebaut wird – nicht, was heute befahrbar ist.

Für die Runde nach der Arbeit ändert sich dadurch wenig. Für eine längere Fahrt am R1 lohnt sich ein kurzer Blick auf die Seite der jeweiligen Gemeinde, bevor Du losfährst. Welche Abschnitte gerade befahrbar sind, wird bei uns immer wieder gefragt. Verlässlich beantworten kann das nur die Stelle, die dort gerade baut.

Was wir beantworten können, ist die andere Hälfte der Frage: ob Dein Rad die Strecke mitmacht. Ein Bike-Service Standard kostet bei uns 39 Euro, ein E-Bike-Service ebenfalls 39 Euro, ein Softwareupdate am E-Bike 29 Euro zusätzlich. In der Regel ist das Rad innerhalb von 24 Stunden wieder fertig. Dauert es länger, bekommst Du ein Leihrad, damit Du in der Zwischenzeit nicht stehst. Du erreichst uns unter +43 664 243 28 18 oder direkt am Grenzweg 11 in St. Stefan.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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