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Bike-News

Für Radkauf und Reparatur gibt es 2026 kein Geld vom Staat

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Verkaufsraum von Das Rad Oberländer mit langen Reihen von Fahrrädern und E-Bikes unter der Holzdecke

Zwei Fragen kommen im Geschäft immer wieder: Gibt es eine Förderung für mein E-Bike? Und gilt der Reparaturbonus noch fürs Rad? Für 2026 lautet die ehrliche Antwort beide Male nein. Damit Du nicht auf etwas wartest, das nicht kommt, hier der Stand: was es gab, was weggefallen ist und was das für Deinen Radkauf bedeutet.

Die Bundesförderung für Transport- und Falträder ist gestoppt

Bis Anfang des Jahres gab es über klimaaktiv mobil eine Bundesförderung für (E-)Transporträder und (E-)Falträder. Sie wurde per 20. Jänner 2026 eingestellt, Einreichungen sind seither nicht mehr möglich. Die Umweltförderungsstelle begründet das damit, dass die Aktion wegen ausgeschöpfter Mittel vorzeitig beendet wurde.

Zuletzt betrug die Pauschale 900 Euro für ein (E-)Transportrad und 500 Euro für ein (E-)Faltrad. Gefördert wurde dabei nicht jedes Rad, sondern nur eines mit bestimmten Eckdaten: Transporträder mit mindestens 60 kg Zuladung ohne Fahrer, höchstens 600 Watt und höchstens 25 km/h, Falträder mit einem Faltmaß bis 110 x 80 x 40 cm.

Ob eine Neuauflage kommt, ist offen. Laut WKO wäre sie nur bei ausreichender Budgetverfügbarkeit möglich. Ein Datum dafür gibt es nicht.

Für ein normales E-Bike gab es nie eine Pauschale

Das überrascht viele. Für private E-Trekkingräder, E-Mountainbikes oder E-Citybikes hat es auf Bundesebene nie eine pauschale Kaufförderung gegeben. In Erinnerung geblieben ist die Aktion für Transport- und Falträder, und daraus wurde im Gespräch schnell die E-Bike-Förderung. Für das Rad, mit dem Du zur Arbeit oder am Wochenende auf den Berg fährst, hat es sie nicht gegeben.

In Kärnten kommt nichts vom Land dazu

Nach dem Stand des ÖAMTC gibt es in Kärnten derzeit keine zusätzlichen Landesförderungen für Privatpersonen. In der Steiermark sieht es genauso aus; die dortigen Lastenrad-Förderungen liefen mit Einreichungen bis 30. Juni 2020 aus.

Über einzelne Gemeinden ist damit nichts gesagt. Manche legen eigene Aktionen auf, und die wechseln. Das lässt sich nur direkt am Gemeindeamt klären, und ein Anruf dort kostet nichts.

Der Reparaturbonus heißt jetzt anders und gilt nicht für Räder

Der Reparaturbonus wurde am 12. Jänner 2026 von der Geräte-Retter-Prämie abgelöst. Bons sind erst ab diesem Datum einlösbar, und das Rechnungsdatum darf nicht davor liegen. Gefördert werden 50 Prozent der anrechenbaren Bruttokosten, höchstens 130 Euro pro Gerät, davon bis zu 30 Euro für einen Kostenvoranschlag. Fördergeber ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, abgewickelt wird über die Kommunalkredit Public Consulting.

Für Dich ist ein Punkt entscheidend: E-Bikes und Fahrräder sind von der Geräte-Retter-Prämie ausdrücklich ausgeschlossen. Ebenso Smartphones und Handys, Rasenmäher und Gartengeräte. Einen Bon für die Reparatur Deines Rads gibt es also nicht, und niemand kann ihn Dir ausstellen.

Für Fahrräder und E-Bikes gibt es 2026 weder eine Kaufprämie vom Bund noch einen Bonus für die Reparatur.

Was Du stattdessen rechnen kannst

Wenn kein Zuschuss kommt, hilft es, mit den tatsächlichen Kosten zu planen statt mit einem Abschlag, der nie eintrifft. Bei uns kostet der Bike-Service Standard 39 Euro, der E-Bike-Service ebenfalls 39 Euro. Ein Softwareupdate am E-Bike kommt mit 29 Euro dazu. In der Regel ist das Rad innerhalb von 24 Stunden fertig. Dauert es länger, bekommst Du ein Leihrad, damit Du nicht stehst.

Für Angestellte kann das Dienstrad eine Alternative sein. Das ist keine Förderung, sondern eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Wir bieten Dienstradleasing an und erklären Dir den Ablauf. Was dabei arbeitsrechtlich zu beachten ist, steht in einem eigenen Beitrag.

Und wenn Dir irgendwo im Netz eine Radförderung versprochen wird, die es nach diesem Stand nicht gibt: Ruf uns an unter +43 664 243 28 18. Wir sagen Dir, was wir wissen. Und was wir nicht wissen, sagen wir auch.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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