Der Radlpass liegt auf 668 Metern und ist ein Grenzübergang nach Slowenien, dort heißt er Radelj. Vom Kreisverkehr in Aibl sind es 5,6 Kilometer und 293 Höhenmeter bis oben. Das ist eine Größenordnung, die auch jemand fährt, der noch nie einen Pass unter den Rädern hatte. Unter den weststeirischen Passstraßen gilt er als die leichteste.
Deine Tour im Überblick
Kreisverkehr Aibl (Nordauffahrt)
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Strecke
5,6km
bis zur Passhöhe
Höhenmeter
293hm
Startpunkt
Kreisverkehr Aibl (Nordauffahrt)
46,68439 N, 15,20596 O
Untergrund
asphaltierte Straße
Gut zu wissen
Grenzübergang nach Slowenien – Ausweis mitnehmen
Die beiden Rampen im Vergleich
Von Norden, ab dem Kreisverkehr in Aibl, sind es 5,6 Kilometer mit 293 Höhenmetern. Das ergibt 5,2 Prozent im Schnitt bei maximal rund 7,9 Prozent. Von Süden, ab Radlje ob Dravi, sind es 5,8 Kilometer mit 301 Höhenmetern, ebenfalls 5,2 Prozent im Schnitt, aber mit maximal rund 6,1 Prozent. Die beiden Seiten sind also fast gleich lang und im Mittel gleich steil. Der Unterschied liegt in der Spitze: Die Nordseite hat die steileren Stellen, die Südseite zieht gleichmäßiger. Das Portal quäldich führt die Nordauffahrt mit der Wertungszahl QDH 231 und die Südauffahrt mit 183. Der Belag ist auf beiden Seiten asphaltierte Straße. Damit ist der Radlpass eine Auffahrt, die Du planen kannst, ohne Dir vorher Sorgen über den Untergrund zu machen. Wie die Steigung im Detail verteilt ist, wo also die knapp acht Prozent der Nordseite liegen, steht in der Passbeschreibung nicht. Fahr die ersten Kilometer deshalb ruhig an.
Wo der Pass liegt
Der Radlpass verbindet das Saggautal mit dem Drautal. Er trennt die Gebirgszüge Koralpe und Poßruck, beide gehören zu den Lavanttaler Alpen. Aibl liegt im Bezirk Deutschlandsberg, unmittelbar bei Eibiswald. Aus dem Lavanttal kommst Du über die Soboth dorthin. Damit ist der Radlpass weniger ein Ziel für sich als ein Baustein. Wer auf der Südseite nach Radlje ob Dravi ins Drautal hinunterrollt, steht dort an einem Fluss, an dem sich größere Runden bauen lassen. In Eibiswald endet außerdem der Schilcherradweg R4, was die Anfahrt von steirischer Seite erleichtert.
Der Radlpass ist kurz genug, um ihn zu unterschätzen, und lang genug, um Dir zu zeigen, ob Deine Übersetzung passt.
Für wen er sich eignet
293 Höhenmeter auf 5,6 Kilometern sind ein guter erster Pass. Die Steigung bleibt im Mittel bei 5,2 Prozent, die Straße ist asphaltiert, und die Auffahrt ist in überschaubarer Zeit erledigt. Für Jugendliche, die zum ersten Mal einen Anstieg am Stück fahren wollen, ist das eine ehrliche Größe – lang genug, dass es zählt, kurz genug, dass es nicht kippt. Für geübte Rennradfahrer ist es eher ein Anschlussstück als ein Tagesziel. In beiden Fällen geht es um dasselbe: eine Übersetzung, mit der Du den Tritt rund halten kannst, statt Dich die letzten Prozent hinaufzustemmen. Wer sich zu große Gänge zumutet, merkt das an einer kurzen Rampe deutlicher als auf dem flachen Radweg. Dazu kommt die Sitzposition. Auf fünf Kilometern verzeiht sie noch einiges, auf längeren Anstiegen nicht mehr. Wir sehen uns beides im Geschäft an, die Sitzposition beim Bikefitting mit Laservermessung.
Was Du mitnimmst
Der Ausweis zuerst, weil oben die Grenze verläuft. Dann das Übliche für eine Ausfahrt mit Abfahrt: etwas Winddichtes für die Passhöhe, weil Du durchgeschwitzt oben ankommst und danach nur noch rollst. Flickzeug, Ersatzschlauch, genug zu trinken. Sieh vor der Fahrt nach, ob Straße und Übergang offen sind. Wenn Du mit Kindern oder Jugendlichen fährst, plane die Abfahrt bewusst mit ein. Bergauf passiert wenig, bergab passiert viel, und eine unbekannte Straße fährt man beim ersten Mal langsamer, als man könnte. Ein kurzer Bremsencheck vorher gehört deshalb genauso dazu wie der Ausweis. Und wenn Dir der Radlpass leicht von der Hand geht, weißt Du auch, was als Nächstes möglich ist. Ob Dein Rad für größere Anstiege passt, klären wir am schnellsten im Gespräch: +43 664 243 28 18 oder direkt im Geschäft am Grenzweg 11 in St. Stefan.




