Rund um Villach, den Faaker See und den Ossiacher See ist über Jahre ein zusammenhängendes, legales Trailnetz entstanden. 46 Trails und nach Angaben des Betreibers über 200 Kilometer gewartete Strecken. Die Spannweite reicht vom leichten Familientrail bis zu einer Abfahrt, die der Betreiber selbst weder Anfängern noch Fortgeschrittenen empfiehlt. Wer bei uns im Lavanttal über legale Strecken redet, findet dort den Vergleich.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Trailcenter Faaker See oder Trailcenter Ossiacher See
Alle Eckdaten zur Strecke auf einen Blick.
Startpunkt
Trailcenter Faaker See oder Trailcenter Ossiacher See
46,58753 N, 13,91766 O
Strecke
über 200 km Streckennetz mit 46 Trails
Untergrund
Trails, im Bereich Ossiacher See naturbelassen
Passendes Rad
Schwierigkeit
von leicht bis nur für sehr erfahrene Fahrer
Gut zu wissen
Trail-Ticket nur für die beiden Trailcenter nötig
Zwei Bereiche, zwei Charaktere
Das Netz teilt sich auf. Im Bereich Faaker See liegen 29 Trails, beschrieben als alpine Linien und sportlich. Im Bereich Ossiacher See sind es 17 Trails, naturbelassen und für Familien und Genussbiker ausgewiesen. Diese Aufteilung entscheidet, wo Du beim ersten Besuch startest. Wer mit der Familie unterwegs ist oder zum ersten Mal auf einem Trail sitzt, ist am Ossiacher See besser aufgehoben. Wer sportlich fahren will, findet die alpineren Linien rund um den Faaker See. Neben den bekannten Namen tauchen im Netz Trails wie Mini, Miki, Flowgartner, Lowgartner, Ischnig, Shorty, Kopein, Latschacher und Samonigg auf. Die Liste allein sagt wenig – entscheidend ist, dass Du Dir vorher ansiehst, wie der jeweilige Trail bewertet ist.
Der PROlitzen ist kein Einstieg
Der PROlitzen Trail T34 ist 3,8 Kilometer lang und verliert 940 Höhenmeter. Der Zustieg läuft über die Gerlitzen Kanzelbahn. Der Betreiber beschreibt weite Sprünge, Drops, steile Anlieger und Steilpassagen und schreibt dazu, das sei nichts für Anfänger und auch nichts für Fortgeschrittene. Ein Punkt wiegt dabei schwerer als alle anderen: Der Trail hat nur einen einzigen Ausstieg. Wer mittendrin merkt, dass es zu viel ist, kann nicht abbrechen. Das gehört vor die Bergfahrt, nicht danach. Am anderen Ende der Skala steht der Kathi Truppe Trail T52 mit 2 Kilometern, 135 Höhenmetern und der Bewertung leicht. Zwischen diesen beiden liegt alles andere.
Rad und Schutzausrüstung
Ein Netz mit dieser Spannweite deckst Du nicht mit einem Rad ab. Für die naturbelassenen Strecken am Ossiacher See reicht ein Tourenfully. Für die alpinen Lines am Faaker See und erst recht für eine Abfahrt mit 940 Höhenmetern, Drops und weiten Sprüngen brauchst Du ein Enduro, Bremsen in einwandfreiem Zustand und Reifen, die dazu passen. Auf Trails dieser Art fährst Du mit Helm. Protektoren gehören dazu, und bei Sprüngen und Drops ist ein Full-Face-Helm die richtige Wahl. Was der Betreiber im Einzelnen vorschreibt, steht in seinen Regeln. Lies sie vor der ersten Bergfahrt.
Wo Du ein Ticket brauchst
Die Ticketfrage ist übersichtlicher, als sie klingt. Ein Trail-Ticket brauchst Du nur für die beiden Trailcenter Faaker See und Ossiacher See. Für die ausgeschilderten Mountainbike-Touren außerhalb davon brauchst Du keines. Der PROlitzen ist ein Sonderfall: Er ist mit dem Bergbahnticket ohne zusätzliches Trail-Ticket befahrbar. Plane trotzdem vorher, wo Du hinwillst. Ob Du mit der Kanzelbahn hinauffährst oder im Trailcenter bleibst, ändert nicht nur die Kosten, sondern auch, welches Rad Du einpackst.
Ein gutes Trailnetz hat für jedes Niveau eine passende Abfahrt.
Bevor Du hinfährst
Betriebszeiten, Preise und die Freigabe einzelner Trails ändern sich kurzfristig, und Bergbahnen passen ihre Zeiten oft auf kurze Sicht an. Sieh vor der Fahrt direkt beim Betreiber nach, welche Trails offen sind und wie die Bahn fährt. Sinnvoll ist außerdem ein Werkstattcheck vorher. Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit, Reifen und Lager sind die Teile, die im Trailbetrieb als Erstes an ihre Grenze kommen. Das schauen wir uns an, bevor Du fährst, nicht danach. Villach ist von hier aus ein Wochenendziel. Es lohnt sich, mit dem passenden Rad und funktionierendem Material hinzufahren, statt vor Ort zu improvisieren.









