Flyer hat drei Baureihen neu aufgelegt. Vorgestellt wurden sie auf der ZEG Bike Show in Köln, seit dem Sommer 2026 stehen sie im Handel. Eine davon fällt aus der Reihe: das Gotour X, ein Tourenrad mit Federung vorne und hinten. Wir ordnen ein, für welche Wege die drei Räder gedacht sind und was Vollfederung im Alltag bedeutet.
Ein Reiserad, das rundum federt
Vollgefedert heißt, dass vorne eine Federgabel arbeitet und hinten ein Federbein den Hinterbau beweglich hält. Vom Mountainbike kennst Du das. An einem Tourenrad mit Gepäckträger und Licht ist es selten.
Das Gotour X fährt mit dem Bosch Performance Line CX und einem integrierten 800-Wattstunden-Akku. Wer mehr Reichweite braucht, erweitert ihn mit dem Bosch PowerMore 250. Dazu kommen ein tiefer Einstieg, eine absenkbare Sattelstütze, integrierte Beleuchtung und das MonkeyLoad-Trägersystem für Taschen und Körbe.
Zwei Ausstattungen sind bisher genannt. Das Gotour X 7.23 hat eine Enviolo-HD-Automatik und einen Gates Carbon Drive, also einen Zahnriemen statt einer Kette, und kostet 6.499 Euro. Das Gotour X 7.12 fährt mit Shimano Cues und elf Gängen und kostet 5.499 Euro. Beide Preise sind Herstellerangaben aus der Vorstellung der Räder.
Was die Federung im Alltag ausmacht
Auf glattem Asphalt merkst Du davon wenig. Der Unterschied zeigt sich dort, wo der Belag unruhig wird: auf Güterwegen, auf geflickten Nebenstraßen, auf Forststraßen mit losem Untergrund. Das Rad bleibt ruhiger, die Hände werden langsamer müde, und das Gepäck wird sanfter mitgenommen.
Federelemente sind aber Bauteile mit Dichtungen und Öl. Sie brauchen Wartung nach dem Intervall, das der Hersteller des Federelements vorgibt. Rechne das ein, bevor Du Dich für ein vollgefedertes Tourenrad entscheidest. Bei uns kostet der E-Bike-Service 39 Euro, ein Softwareupdate des Antriebs 29 Euro zusätzlich. Ein Rad ist in der Regel innerhalb von 24 Stunden fertig, sonst bekommst Du ein Leihrad.
Eine Federung braucht einen eigenen Wartungsplan.
Das G1 Goroc für den Weg zwischen Stadt und Wald
Das G1 Goroc ist ein Hardtail im SUV-Stil, also nur vorne gefedert. Es rollt auf 27,5-Zoll-Laufrädern, hat einen Aluminiumrahmen und eine griffige Bereifung. Ein Frontträger und ein Bosch-Connect-Modul sind gegen Aufpreis erhältlich.
Es gibt zwei Ausbaustufen. Das G1 Goroc 2.10 fährt mit dem Bosch Performance Line CX mit 100 Newtonmetern und 800 Wattstunden und kostet 4.999 Euro. Das G1 Goroc 1.10 hat den Bosch Performance Line PX mit 90 Newtonmetern und 600 Wattstunden und kostet 3.999 Euro. Newtonmeter beschreiben, wie kräftig der Motor am Tretlager zieht. Den Unterschied spürst Du vor allem am Berg und beim Anfahren mit Gepäck.
Das G3 Uproc X für den Trail
Die dritte Plattform ist ein All-Mountain-E-Mountainbike. Auch hier arbeitet der Bosch Performance Line CX mit 100 Newtonmetern, der Rahmen ist aus Aluminium, der Federweg beträgt 160 Millimeter vorne und 150 Millimeter hinten. Das G3 Uproc X 4.10 mit Shimano Deore in 12-fach kostet 4.599 Euro, das G3 Uproc X 6.30 mit Shimano XT kostet 5.599 Euro.
Montiert werden die Räder in der E-Bike-Manufaktur im Kettler-Werk in St. Ingbert bei Saarbrücken.
Welches der drei passt zu Dir?
Fährst Du lange Strecken mit Gepäck und oft auf grobem Belag, spielt das Gotour X seine Federung aus. Pendelst Du unter der Woche und willst am Wochenende auf den Schotterweg, reicht das G1 Goroc, und Du sparst Dir die Wartung des Federbeins. Geht es Dir um Trails, führt der Weg zum G3 Uproc X.
Welche Räder gerade bei uns im Geschäft stehen, wechselt laufend. Ruf uns unter +43 664 243 28 18 an oder komm im Grenzweg 11 in St. Stefan vorbei. Dann klären wir, was wir Dir zeigen und für eine Probefahrt herrichten können.




