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Bike-News

Cube Litening Aero 2027 mit Powermeter ab Werk

von Das Rad Oberländer4 min Lesezeit

Cube hat das Aero-Rennrad Litening für das Modelljahr 2027 von Grund auf neu entwickelt und am 12. August 2026 vorgestellt. Der Rahmen wird leichter, rutscht im Windkanal ein Stück tiefer und nimmt breitere Reifen auf. Der auffälligste Punkt steckt aber in der Ausstattung: Schon das günstigste Modell hat einen Powermeter ab Werk.

Was ein Powermeter bringt

Ein Powermeter misst, wie viel Leistung Du in die Pedale bringst, angegeben in Watt. Anders als Geschwindigkeit oder Puls reagiert dieser Wert sofort, und er lässt sich von Wind, Steigung oder Tagesform nicht schönreden. Wer strukturiert trainiert oder sich ein langes Rennen einteilen will, arbeitet mit dieser Zahl.

Alle angekündigten Ausstattungsvarianten des Litening Aero haben einen Powermeter ab Werk. In dieser Preisklasse war das bislang unüblich. Meist war der Powermeter ein Teil, das man separat kaufen und nachrüsten lassen musste.

Sechs Watt, ehrlich eingeordnet

Cube gibt an, dass das neue Litening bis zu sechs Watt effizienter ist als der Vorgänger. Gemessen wurde im Windkanal bei 45 km/h über Anströmwinkel von minus 20 bis plus 20 Grad. Der Winkelbereich ist dabei der entscheidende Teil der Angabe: Gemessen wurde nicht nur bei Wind exakt von vorn.

Dazu gehört aber ein zweiter Satz: Der Luftwiderstand wächst mit der Geschwindigkeit überproportional. Bei 45 km/h zahlt sich jedes gesparte Watt aus, im gemütlichen Tempo deutlich weniger. Ein Aero-Rennrad ist eine Entscheidung für hohes Tempo. Wer lange, ruhige Touren fährt, holt aus einem Endurance-Rad mehr heraus.

Beim Gewicht hat Cube ebenfalls gearbeitet. Rahmen und Gabel sind zusammen 150 Gramm leichter als beim Vorgänger, ein erster Test nennt für den Rahmen rund 950 Gramm.

Am Aero-Rennrad erzeugst Du auf dem Sattel mehr Luftwiderstand als der Rahmen.

34 statt 28 Millimeter Platz für den Reifen

Die Reifenfreiheit steigt von 28 auf 34 Millimeter, ein Plus von sechs Millimetern. Reifenfreiheit ist schlicht der Platz, den Rahmen und Gabel dem Reifen lassen. Mehr Platz heißt: Du kannst breiter fahren, mit weniger Luftdruck, und bekommst dafür Komfort und auf rauem Belag mehr Grip. Für ein Aero-Rennrad ist das ein handfester Fortschritt, weil genau hier bisher oft der Kompromiss lag.

Zwei Details, die in der Werkstatt zählen

Das neue IC-Aero-Max-Cockpit ist einteilig, Lenker und Vorbau sind also ein Stück. Das ist aerodynamisch im Vorteil und sieht aufgeräumt aus. Es hat aber eine Folge: Länge und Höhe lassen sich nicht so frei verstellen wie bei einer klassischen Kombination aus Vorbau und Lenker. Passt die Position nicht, führt der Weg über ein anderes Cockpit. Deshalb gehört die Sitzposition vor die Kaufentscheidung. Wir vermessen sie im Bikefitting mit Laser, bevor bestellt wird.

Das zweite Detail ist das UDH-Schaltauge. UDH steht für Universal Derailleur Hanger, ein genormtes Schaltauge. Das Schaltauge ist die kleine Sollbruchstelle zwischen Rahmen und Schaltwerk, die beim Umfallen nachgibt, damit der Rahmen heil bleibt. Weil es genormt ist, lässt es sich leichter beschaffen als ein herstellereigenes Einzelteil. Dazu kommt eine überarbeitete Carbon-Sattelstütze.

Welches Modell passt zu wem?

Die Palette reicht von 4.999 bis 7.299 Euro, Stand August 2026:

  • Pro mit SRAM Force ab 4.999 Euro – ein erster Test nennt 7,7 Kilogramm ohne Pedale
  • Orbit mit SRAM Red XPLR 1×13 für 6.999 Euro bei 6,9 Kilogramm
  • SLT mit Shimano Dura-Ace Di2 2×12 für 7.299 Euro bei 7,1 Kilogramm

Auffällig ist, dass das leichteste Rad nicht das teuerste ist. Die Orbit fährt vorn mit einem Kettenblatt und dreizehn Ritzeln hinten, die SLT mit zwei Kettenblättern und zwölf Ritzeln. Welche Lösung besser zu Dir passt, hängt an Deinem Gelände und daran, wie Du schaltest. Das lässt sich nicht am Datenblatt entscheiden.

Willst Du wissen, ob das Litening Aero zu Deinen Zielen passt oder ob ein Endurance-Rennrad die bessere Wahl wäre, ruf an: +43 664 243 28 18. Wir klären das lieber vor der Bestellung als danach.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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