Gravel Carinthia ist keine einzelne Tour, sondern ein Netz: 24 kuratierte Routen mit zusammen über 1.800 Kilometern, aufgebaut von der Kärnten Werbung gemeinsam mit sieben Regionen. Dahinter steht eine Zusage, die sonst selten jemand macht: Jede Tour enthält mindestens 50 Prozent echten Schotteranteil. Wenn Du ein Gravelbike hast und nicht recht weißt, wohin damit, ist das eine brauchbare Landkarte.
Eindrücke von der Strecke
Deine Tour im Überblick
Strecke
über 1.800 km auf 24 Routen
Untergrund
je Route mindestens 50 Prozent Schotter
Passendes Rad
Saison
Angebot in der Saison 2026 vorgestellt
Gut zu wissen
GPX-Tracks über das Kärntner Tourenportal. Länge, Höhenmeter und Schwierigkeit der einzelnen Routen vor der Fahrt beim Anbieter prüfen.
Was hinter dem Netz steckt
24 Routen, zusammen über 1.800 Kilometer, jede mit garantiert mindestens 50 Prozent echtem Schotteranteil. Das ist der Kern des Angebots. Die Zusage ist deshalb relevant, weil viele als Gravel ausgewiesene Runden in Wahrheit Asphaltstrecken mit einem Feldweg in der Mitte sind. Hier ist die Hälfte der Strecke das, wofür Du das Rad gekauft hast.
Dazu kommen thematische Wegpunkte, die unter den Titeln Lost Places und Soul Places geführt werden. Die GPX-Tracks sind über das Kärntner Tourenportal abrufbar, Du kannst sie also direkt auf Dein Gerät ziehen. Vorgestellt wurde das Angebot in der Saison 2026. Welche Route wie lang ist, wie viele Höhenmeter sie hat und wie sie eingestuft ist, steht bei der jeweiligen Tour.
Die sieben Regionen und der Weg dorthin
Beteiligt sind Nassfeld-Pressegger See mit Lesachtal und Weissensee, Wörthersee und Rosental, Klopeiner See und Südkärnten, Millstätter See mit Bad Kleinkirchheim und den Nockbergen, Villach mit Faaker See und Ossiacher See, Mittelkärnten sowie Klagenfurt am Wörthersee.
Das Lavanttal ist nicht darunter. Die nächstgelegene Partnerregion ist Klopeiner See und Südkärnten, mit der das Lavanttal eine gemeinsame Tourismusregion bildet. Von hier aus heißt das: Eine Gravel-Carinthia-Route beginnt in aller Regel mit einer Anfahrt, mit dem Auto oder mit dem Zug. Wer das einplant, kann sich aus dem Netz einen Tag oder ein Wochenende zusammenstellen, ohne selbst Strecken zu suchen.
Was ein Gravelbike dafür können muss
Wenn die halbe Strecke Schotter ist, entscheidet sich der Tag an drei Punkten. Erstens an der Reifenbreite: Je mehr Platz der Rahmen und die Gabel für breite Reifen lassen, desto ruhiger läuft das Rad auf losem Untergrund, und desto weniger Luftdruck brauchst Du. Zweitens an der Übersetzung. Schotter kostet Kraft, und ein Anstieg auf grobem Untergrund fährt sich deutlich schwerer als derselbe Anstieg auf Asphalt. Ein kleiner Gang, den Du nie brauchst, stört niemanden. Ein fehlender kleiner Gang beendet den Tag.
Drittens an den Befestigungspunkten. Wer länger unterwegs ist, will Taschen am Rahmen, an der Gabel oder unter dem Sattel montieren, ohne zu improvisieren. Welche Gewinde ein Rad mitbringt, sieht man ihm im Prospekt kaum an, im Laden dagegen sofort.
Tagesrunde oder mehrere Tage
Mit 24 Routen kannst Du beides. Eine einzelne Runde ist ein Tag mit Rückfahrt, mehrere hintereinander ergeben eine Reise. Für die längere Variante gilt dasselbe wie für jede Tour mit Gepäck: Das beladene Rad fährt sich anders als das leere, besonders auf Schotter. Probier die Beladung vorher auf einer kurzen Runde aus und nicht am ersten Reisetag.
Und sieh Dir vor der Abfahrt die Daten der konkreten Route an. Ein Netz mit 1.800 Kilometern sagt nichts darüber, ob die Tour, die Du Dir ausgesucht hast, 40 oder 90 Kilometer hat.
Was ein Gravelbike taugt, zeigt sich auf der zweiten Hälfte der Strecke.
Wie Du am besten anfängst
Such Dir eine Route aus dem Raum Klopeiner See und Südkärnten, lade den GPX-Track herunter und fahr sie als Tagestour. Danach weißt Du mehr über Dein Rad als nach jedem Datenblatt: ob die Reifen passen, ob Dir ein Gang fehlt, ob die Sitzposition über vier Stunden trägt. Genau darüber sprechen wir dann in St. Stefan weiter, und wenn es sinnvoll ist, vermessen wir die Sitzposition mit dem Laser, bevor Du die nächste lange Runde fährst.








