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Tipps

E-Bike im Winter – fahren, laden und richtig einwintern

von Das Rad Oberländer4 min Lesezeit

E-Bike mit Winterreifen vor einem verschneiten Bauernhaus, der Akku wird ins Haus getragen AI-Modified

Beim E-Bike im Winter werden drei Dinge durcheinandergebracht, die nichts miteinander zu tun haben: fahren, laden und einlagern. Für jedes davon gelten andere Temperaturen. Wer das trennt, steht im Frühjahr nicht vor einem toten Akku und einem Rad mit platten Reifen. Hier steht, was Bosch, Shimano und Schwalbe dazu vorgeben.

Fahren bei Kälte geht, Laden nicht immer

Shimano gibt die Entladung des Akkus bis minus 10 Grad frei. Fahren im Frost ist also kein Problem. Die engere Grenze hat das Laden.

Bosch nennt 15 bis 20 Grad als ideale Ladetemperatur. Unter 0 Grad blockiert das Batterie-Management-System das Aufladen, um die Zellen zu schützen. Das Batterie-Management-System ist die Elektronik im Akku, die Temperatur und Ladezustand überwacht. Shimano gibt für das Laden einen Bereich von 0 bis 40 Grad an.

In der Praxis heißt das: Akku nach der Fahrt entnehmen, mit in die Wohnung nehmen, dort auf Zimmertemperatur kommen lassen und laden. Erst zum Fahren wieder einsetzen. Shimano weist außerdem darauf hin, dass Laden bei 5 Grad oder darunter die mögliche Reichweite verkürzt. Wie viel Reichweite die Kälte insgesamt kostet, beziffert Bosch nicht.

Der Akku überwintert dort, wo Du selbst wohnst, nicht in der kalten Garage.

Salz, Nässe und die Sache mit dem Hochdruckreiniger

Bosch rät dazu, das E-Bike im Winter öfter zu putzen als im Sommer, die Kette gut geölt zu halten und das Rad vor dauerhafter Nässe zu schützen. Für den Akku verweist Bosch auf handelsübliche Neopren-Schutzhüllen als thermischen Schutz.

Beim Waschen nach Salzfahrten gilt eine Regel besonders: kein Hochdruckreiniger rund um das Tretlager. Das Dealer’s Manual von Shimano ist da eindeutig, weil der Strahl das Wasser in die Lagerpartie drückt. Es genügen ein Eimer, ein Schlauch ohne Druckdüse, eine weiche Bürste und ein neutraler Reiniger. Danach abtrocknen und die Kette neu ölen.

Wenn das Rad über den Winter steht

Bei der Lagerung machen Bosch und Shimano unterschiedliche Angaben. Bosch empfiehlt 5 bis 20 Grad, trocken und lichtgeschützt, bei 50 bis 60 Prozent Ladezustand. Shimano nennt rund 70 Prozent Ladezustand und etwa 10 bis 20 Grad, dazu ein Nachladen alle sechs Monate. Schau also nach, welcher Antrieb an Deinem Rad sitzt, und halte Dich an dessen Vorgabe.

Ein Hinweis von Shimano ist leicht zu übersehen: Steht das Rad kalt und gleichzeitig mit niedrigem Akkustand, kann der Ladestand auf 0 Prozent fallen. Vor der nächsten Verwendung also laden.

Die Reifen verlieren unterdessen Luft. Schwalbe nennt einen Druckverlust von etwa 1 bar pro Monat als normal. Über eine viermonatige Pause steht das Rad damit auf platten Reifen, wenn niemand nachpumpt. Dauerhaft zu wenig Druck erzeugt genau die Ermüdungsrisse in der Seitenwand, die einen Reifen vorzeitig unbrauchbar machen. Einmal im Monat kurz nachsehen reicht.

Noch ein Praxishinweis für alle, die das Rad im Wohnraum überwintern: Manche Gummimischungen hinterlassen bei längerem Kontakt dauerhafte Verfärbungen auf Kunststoffböden und lackiertem Holz. Ein Stück Karton oder eine Matte unter den Reifen erspart den Ärger.

Deine Checkliste und unser Wintercheck

Das machst Du selbst:

  • Rad gründlich reinigen und trocknen
  • Kette ölen und überschüssiges Öl abwischen
  • Reifen auf den empfohlenen Druck bringen und monatlich nachsehen
  • Akku entnehmen, auf die Herstellervorgabe bringen und im Wohnraum lagern
  • den Termin fürs Nachladen notieren

Das übernehmen wir: den Einwinterungs-Check mit Bremsen, Beleuchtung, Antrieb und Akku-Auslesen, das Prüfen und Neufetten der Lager, die Beurteilung von Bremsflüssigkeit und Belägen. Und im Frühjahr den Saisonstart-Check, bevor das Rad wieder auf die Straße geht.

In St. Stefan und im Bezirk Wolfsberg sind Frost und Streusalz Normalfall, nicht Ausnahme. Der Bike-Service Standard und der E-Bike-Service kosten jeweils 39 €, ein Softwareupdate kommt mit 29 € dazu. In der Regel ist Dein Rad innerhalb von 24 Stunden fertig, sonst bekommst Du ein Leihrad. Ruf an unter +43 664 243 28 18, dann finden wir einen Termin, bevor es richtig kalt wird.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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