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Was sich ab 10. Oktober an Regenjacken und Sprays ändert

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Radfahrer in gelber Regenjacke auf nasser Landstraße im Herbst AI-Modified

Mitten in der nassen Jahreszeit tritt eine EU-Beschränkung in Kraft, die Deine Regenausrüstung betrifft. Ab 10. Oktober 2026 darf PFHxA, eine Untergruppe der PFAS, nicht mehr in Bekleidung für Verbraucher, in Schuhen und in Gemischen wie Imprägniersprays verwendet werden. Für Dich heißt das nicht, dass Du etwas wegwerfen musst. Es heißt, dass sich das Angebot in den Regalen nach und nach verändert.

Worum es bei PFHxA überhaupt geht

PFAS ist die Sammelbezeichnung für eine große Gruppe fluorhaltiger Chemikalien. Sie werden eingesetzt, weil sie Wasser und Fett abweisen, und sind deshalb seit Jahrzehnten in wasserabweisenden Ausrüstungen von Textilien zu finden. PFHxA, ausgeschrieben Undecafluorhexansäure, ist eine dieser Substanzen.

Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 2024/2462 der Kommission vom 19. September 2024. Sie ändert Anhang XVII der REACH-Verordnung und betrifft PFHxA, ihre Salze und PFHxA-verwandte Stoffe. In Kraft getreten ist sie am 10. Oktober 2024, die Verbote greifen gestaffelt über mehrere Jahre.

Welche Stichtage gelten

Die Verordnung nennt vier Termine: 10. April 2026, 10. Oktober 2026, 10. Oktober 2027 und 10. Oktober 2029. Für Radfahrerinnen und Radfahrer ist vor allem der zweite interessant.

  • Ab 10. Oktober 2026 betroffen: Textilien, Leder, Pelze und Häute in Bekleidung für Verbraucher, Schuhe, Papier und Karton als Lebensmittelkontaktmaterial, Gemische für Verbraucher und kosmetische Mittel. Imprägniersprays zählen zu den Gemischen.
  • Ab 10. Oktober 2027 folgen sonstige Textilien, die keine Bekleidung sind, etwa Möbelstoffe.

Ausnahmen bestehen unter anderem für bestimmte persönliche Schutzausrüstung, für Medizinprodukte, für In-vitro-Diagnostika und für Bautextilien. Wer es genau wissen will oder wissen muss, liest im Amtsblatt der EU nach.

Was das für die Jacke in Deinem Schrank heißt

Erst einmal nichts. Die Beschränkung setzt beim Stoff und seiner Verwendung an, nicht bei Dir und Deiner Jacke. Für Erzeugnisse, die vor dem jeweiligen Stichtag in Verkehr gebracht wurden, gelten Übergangsregelungen. Vorhandene Ware verschwindet also nicht schlagartig aus den Regalen.

Über die PFHxA-Beschränkung hinaus liegt bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA ein umfassenderer Beschränkungsvorschlag von fünf Staaten. Wie der ausgeht und wann, steht nicht fest.

Eine Regenjacke bleibt nur so lange angenehm trocken, wie ihre Oberfläche Wasser abperlen lässt.

Wasserdicht und wasserabweisend sind zwei Dinge

Das wird ständig verwechselt, und es erklärt die meiste Unzufriedenheit mit Regenjacken. Bei einer wasserdichten Jacke hält die Membran im Inneren das Wasser draußen. Die Imprägnierung auf der Außenseite sorgt dafür, dass sich der Oberstoff nicht vollsaugt. Genau um diese äußere Ausrüstung geht es bei der Beschränkung.

Lässt die Imprägnierung nach, saugt sich der Oberstoff mit Wasser voll. Die Jacke fühlt sich innen klamm an, obwohl die Membran noch völlig in Ordnung ist. Viele halten die Jacke dann für kaputt und kaufen eine neue, obwohl eine Wäsche und eine frische Imprägnierung gereicht hätten.

Die Außenimprägnierung ist ein Verschleißteil. Sie geht durch Abrieb an Rucksackträgern und Schultern verloren, durch Schmutz und durch jede Wäsche. Das war vorher so und bleibt danach so, unabhängig davon, welche Chemie verwendet wird. Wer seine Sachen wäscht und nachbehandelt, hat schlicht länger etwas davon.

Musst Du jetzt etwas tun?

Nein, nicht wegen des Stichtags. Sinnvoll ist trotzdem, die Regenjacke, die Überschuhe und die Handschuhe vor dem Herbst einmal anzuschauen, statt es beim ersten Regen auf der Straße zu merken. Perlt Wasser noch ab? Sind die Nähte dicht? Schließt der Reißverschluss?

Was in einem konkreten Produkt steckt, sagt uns der Hersteller, und wir geben weiter, was wir belegen können. Komm mit Deinen Sachen im Grenzweg 11 in St. Stefan vorbei oder ruf vorher an unter +43 664 243 28 18.

Daniel Oberländer

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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