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Gear-News

Bosch baut erstmals einen Nabenmotor – das kommt 2027

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Bosch hat im Juni 2026 sein Smart System für Stadt- und Alltagsräder überarbeitet und dabei zum ersten Mal einen Hinterradnabenmotor gebaut. Dazu kommen ein kräftigerer und leichterer Alltagsantrieb, ein neues Display und eine kleinere Bedieneinheit. Wer gerade über ein City- oder Trekking-E-Bike nachdenkt, trifft diese Technik ab dem Modelljahr 2027 in den Rädern wieder.

Die Hub Line ist der erste Nabenmotor von Bosch

Bosch hat bisher ausschließlich Mittelmotoren gebaut, also Antriebe, die im Tretlager sitzen. Die neue Hub Line sitzt stattdessen in der Hinterradnabe. Die Eckdaten: 45 Newtonmeter Drehmoment, 400 Watt Spitzenleistung, 2,3 Kilogramm Gewicht, 100 Millimeter Einbaudurchmesser, schwarzes Aluminiumgehäuse.

Ein Nabenmotor fällt optisch kaum auf. Genau darum geht es: schlanke Stadträder, denen man den Antrieb nicht ansieht. Oberhalb von 25 km/h koppelt der Motor vollständig ab. Das bedeutet, dass er oberhalb der Unterstützungsgrenze nicht mitgeschleppt wird und kein zusätzlicher Widerstand entsteht. Verfügbar ist die Hub Line ab dem Modelljahr 2027. Welche Hersteller sie in welchen Rädern verbauen, steht erst mit den Modellprogrammen fest.

Die Active Line Plus wird kräftiger und leichter

Der Alltagsmotor Active Line Plus kommt in einer neuen Generation. Er leistet bis zu 60 Newtonmeter und 600 Watt, unterstützt mit maximal 340 Prozent und wiegt rund 2,7 Kilogramm. Das sind etwa 500 Gramm weniger als beim Vorgänger. Das Gehäuse baut 17 Prozent kleiner und besteht zu 40 Prozent aus recyceltem Aluminium.

Diese Zahlen klingen nach Datenblatt, sind im Alltag aber gut spürbar. Ein kleinerer Motor lässt mehr Freiheit beim Rahmen, und ein halbes Kilo weniger merkst Du weniger beim Fahren als beim Anheben ins Auto oder über die Kellerstiege.

Für ein gutes Stadtrad zählt, ob Motor, Akku und Bedienung zu Deiner Strecke passen. Das größte Drehmoment ist dabei zweitrangig.

Das Display ist neu, die Bedieneinheit deutlich kleiner

Das Intuvia 200 ist ein 2,4 Zoll großes Graustufendisplay mit fester Lenkermontage. Die Helligkeit passt sich automatisch an, bis zu 1.000 Candela pro Quadratmeter. Graustufen statt Farbe klingt nach Rückschritt, ist auf einem Alltagsrad aber praktisch: gut ablesbar bei Sonne, sparsam im Verbrauch.

Dazu kommt ein neuer LED-Controller. Er baut 65 Prozent kleiner als die bisherige LED Remote und lädt per USB-C mit bis zu 10 Watt. Am Lenker bleibt damit mehr Platz für Klingel, Bremsgriff und Hände.

Was Ortung und Reichweite in der Praxis bedeuten

Das ConnectModule kombiniert für die Diebstahlortung GPS, Mobilfunk und Bluetooth Low Energy. Wichtig zu wissen: Die Ortungsfunktionen laufen über das kostenpflichtige Abo Flow+. Das Modul allein genügt also nicht, es kommen laufende Kosten dazu. Was Flow+ kostet, steht in den aktuellen Bosch-Konditionen.

Beim Akku bleibt Bosch beim bekannten System. Die PowerTube 720 wiegt rund 3,9 Kilogramm und schafft laut Bosch unter günstigen Bedingungen bis zu 185 Kilometer. Solche Angaben sind Bestwerte. Mit Gegenwind, Gepäck und den Steigungen im Lavanttal bleibt davon weniger übrig. Zum Vergleich zwischen Akkugrößen taugen sie trotzdem. Die 720er ist mit den Modellen PowerTube 800, 600, 540 und 360 kompatibel.

Was das für Dein nächstes E-Bike heißt

Für den Moment ändert sich an einem gekauften Rad nichts. Interessant wird die Neuerung für alle, die ohnehin auf das Modelljahr 2027 warten, und für alle, die ein unauffälliges Stadtrad suchen. Genau in diese Richtung zielt die Hub Line.

Vieles davon betrifft auch die Werkstatt, weil ein großer Teil der Marken, die wir führen, auf Bosch-Antriebe setzt. Ein Softwareupdate kostet bei uns 29 Euro zusätzlich zum Service, der E-Bike-Service selbst 39 Euro. In der Regel ist das Rad innerhalb von 24 Stunden fertig, sonst bekommst Du ein Leihrad.

Wenn Du wissen willst, ob Du auf 2027 warten oder heute kaufen solltest: Ruf an unter +43 664 243 28 18 oder komm auf eine Probefahrt vorbei. Was dabei zählt, ist Deine Strecke, nicht das Datenblatt.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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