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Bike-News

Giant Explore E+ 2027 mit 100 Nm und Automatikschaltung

von Das Rad Oberländer3 min Lesezeit

Giant überarbeitet für das Modelljahr 2027 das Explore E+, sein E-Trekkingbike. Zwei Dinge ändern sich dabei spürbar. Der stärkste Motor liefert jetzt bis zu 100 Nm, und zwei der drei Modelle schalten selbstständig. Wer im Lavanttal pendelt oder Touren fährt, bei denen es dauernd bergauf und bergab geht, profitiert von beidem.

Was Giant am Explore E+ geändert hat

Vorgestellt hat Giant die Baureihe auf der eigenen Hausmesse in Erkrath. Im Mittelpunkt steht der neue Motor SyncDrive Pro 3X. Er bringt bis zu 100 Nm maximales Drehmoment und sitzt in den beiden Pro-Modellen.

Drei Varianten sind angekündigt:

  • Explore E+ 2 für 4.300 Euro, mit SyncDrive Sport 3 (85 Nm) und Enviolo-Automatikschaltung.
  • Explore E+ 1 Pro für 4.700 Euro, mit SyncDrive Pro 3X (100 Nm) und elektronischer Shimano-Di2-Schaltung.
  • Explore E+ 0 Pro für 5.800 Euro, mit SyncDrive Pro 3X (100 Nm) und Enviolo-Automatik.

Das sind die Preise aus der Ankündigung zum Modelljahr 2027. Bis zum Verkaufsstart können sie sich noch ändern.

Was 100 Nm auf einem Anstieg bedeuten

Newtonmeter, kurz Nm, beschreibt die Drehkraft, die der Motor auf die Kurbel bringt. Je höher die Zahl, desto kräftiger schiebt der Antrieb dort an, wo wenig Schwung da ist. Also am Berg, aus dem Stand heraus und mit Gepäck am Träger.

Zwischen 85 und 100 Nm liegen keine Welten. Der Unterschied zeigt sich dort, wo es lange steil bleibt, oder wenn Du beladen anfährst. Auf flachen Strecken merkst Du davon wenig. Da entscheiden Reifen, Sitzposition und der eigene Tritt.

Ein Punkt wird dabei oft verwechselt: Die Unterstützung endet bei diesen Rädern wie bei jedem Pedelec bei 25 km/h. Mehr Drehmoment macht Dich also nicht schneller, sondern das Fahren leichter.

Eine Automatik nimmt Dir die Wahl des richtigen Gangs ab, das Fahren bleibt Deine Sache.

Wie eine Automatikschaltung am Rad funktioniert

Die Enviolo-Automatik arbeitet stufenlos. Es gibt keine abgezählten Gänge, zwischen denen Du springst, sondern einen gleitenden Übergang von leicht nach schwer. Die Elektronik übernimmt diesen Übergang selbst, manuelles Schalten entfällt.

Im Alltag ist das vor allem dort angenehm, wo oft angehalten wird. Ampel, Ortsgebiet, Hofeinfahrt. Du musst nicht mehr daran denken, vor dem Stehenbleiben zurückzuschalten. Und am Berg kannst Du nicht mehr zu spät schalten, weil der Übergang ohne Unterbrechung läuft.

Das Explore E+ 1 Pro geht einen anderen Weg. Die Shimano-Di2-Schaltung arbeitet elektronisch, schaltet aber auf Deinen Befehl. Wer gern selbst bestimmt, in welchem Gang er am Berg ankommt, ist damit besser bedient als mit einer Automatik.

Auch bei Liv gibt es ein neues Rad für die Stadt

Im Programm der Giant-Schwestermarke Liv steht ebenfalls etwas Neues. Das Urban-E-Bike Flourish E+ 2 kostet 2.800 Euro und fährt mit dem Giant SyncDrive Core, der 55 Nm liefert, dazu eine Nabenschaltung. Das ist die ruhigere Nummer für kurze Wege und wenig Wartung, nicht der Tourenbegleiter für den Koralpenanstieg.

Lohnt sich das Warten auf den Jahrgang 2027?

Das hängt davon ab, was Dich an Deinem jetzigen Rad stört. Fehlt Dir die Kraft am Berg, sind 100 Nm ein echtes Argument. Nervt Dich das Schalten im Ortsgebiet, ist die Automatik einen Versuch wert. Ist Dein Rad einfach in die Jahre gekommen, bringt oft ein Service mehr als ein Neukauf.

Bei uns kostet der E-Bike-Service 39 Euro, ein Softwareupdate 29 Euro dazu. In der Regel bekommst Du Dein Rad innerhalb von 24 Stunden zurück. Dauert es länger, stellen wir Dir ein Leihrad hin.

Wenn Du ein Explore E+ fahren willst, bevor Du Dich entscheidest, ruf uns an unter +43 664 243 28 18 oder komm in St. Stefan vorbei, Grenzweg 11. Wir sagen Dir auch dann ehrlich, wenn das neue Modell für Deine Strecke wenig bringt.

Daniel Oberländer

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Familienbetrieb in St. Stefan im Lavanttal, seit 1995. Wir verkaufen, warten und fahren selbst – die Beiträge entstehen aus dem, was bei uns täglich durch die Werkstatt und über die Hausrunden geht.

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Kartendaten: Statistik Austria, CC BY 4.0

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